Stipendiaten 2013/2014

Natalie Häusler

We are getting a little bit too close here (still life), 2012

We are getting a little bit too close here (still life), 2012

Natalie Häusler hat ihr Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und am Bard College, Milton Avery Graduate School of Arts, New York 2011 abgeschlossen. In ihrer künstlerischen Praxis bedient sie sich einer Vielzahl von Ausdrucksformen, wie dem Aquarell, der Druckgrafik und dem Text, die sie bisweilen in komplexen Installationen mit Gebrauchsgegenständen und organischen Materialien wie Früchten und Flüssigkeiten kombiniert. Ihre Arbeiten gründen auf Alltagsbeobachtungen, der Auseinandersetzung mit konkreten Räumen sowie kunsthistorischen Reflexionen. Im Förderzeitraum will Natalie Häusler mit mehrstündigen Tonaufnahmen experimentieren und auf Basis ihrer neuen Texte ein Künstlerbuch entwickeln.

Natalie Häusler hat u.a. bei Supportico Lopez, Berlin (2012), in der Butcher Gallery, Toronto (2011) und der PS122 Gallery in New York (2010) ausgestellt. Sie hat ein Stipendium für die Cité des Arts Paris (2013) erhalten sowie ein DAAD Jahresstipendium für New York (2010/11).

Weitere Informationen über Natalie Häusler: npiece.com

Ingar Krauss

o.T., aus der Serie Zugvögel, Beelitz 2006

o.T., aus der Serie Zugvögel, Beelitz 2006

Ingar Krauss ist Mitte der 1990er Jahre als Autodidakt zur Fotografie gekommen. Bekannt geworden ist er mit eindringlichen Porträtaufnahmen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in seinen konzentrierten Kompositionen überaus präsent und zugleich entrückt erscheinen. So verweisen Fotografien von Erntehelfern in Brandenburg oder von Jugendlichen in Osteuropa auf soziale und kulturelle Zugehörigkeiten, auf persönliche Erfahrungen und individuelle Potenziale. Zugleich aber umgibt die Bilder immer auch eine melancholische Grundstimmung, die die Porträtierten aus ihren konkreten Zeitbezügen löst und universelle Fragen nach der Natur des Menschen aufwirft. Die Förderung der Krull Stiftung will Ingar Krauss nutzen, um Menschen in Berliner Gärten und Parks zu porträtieren.

Fotografien von Ingar Krauss waren national und international in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, z.B. im Goethe Institut Paris (2013), im International Center of Photography New York (2009) und bei C/O Berlin (2008). Stipendien haben ihm Arbeitsaufenthalte u.a. auf den Philippinen (2007), in Russland (2011) und Italien (2012) ermöglicht.

Weitere Informationen über Ingar Krauss: www.suzyshammah.com

Nadja Schöllhammer

Zyklop, 2009

Zyklop, 2009

Nadja Schöllhammer hat 2003 als Meisterschülerin an der Universität der Künste Berlin graduiert. Das Spektrum ihres Werks reicht von Tuschezeichnungen über Papierobjekte bis zu raumgreifenden Installationen, für die sie Zeichnungen und Aquarelle mit Gasbrenner und Skalpell bearbeitet, miteinander verwebt und als filigrane Papiergebilde in den Raum mäandern lässt. Flankiert von figurativen Darstellungen von Lust, Gewalt und Groteskem wirken diese Formationen wie vitale Organismen, bedrohliche Wucherungen oder infernalische Visionen. Die Beschäftigung mit Grenzzuständen der menschlichen Psyche sowie mit literarischen Figuren zwischen Wahn und Wirklichkeit will Nadja Schöllhammer im Rahmen des Stipendiums noch vertiefen und für ihre Arbeit fruchtbar machen.

Werke von Nadja Schöllhammer wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, u.a. in der Tokyo Wonder Site Residency (2012), der Kunsthalle Düsseldorf (2009) und im Centre for Contemporary Art Ujazdowski Castle, Warschau (2009). Sie war u.a. Stipendiatin am Künstlerhaus Schloss Balmoral (2012), an der Akademie Schloss Solitude (2008/09) und beim DAAD (Kolumbien 2007/08, Mexiko 2005).

Weitere Informationen über Nadja Schöllhammer: www.nadjaschoellhammer.de

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