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Wir suchen Verstärkung für unser Stiftungsteam

26. Juni 2022

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses gesucht:

Vorstandsreferent /-in

Profil

  • Administrative und organisatorische Stärke
  • Eigenverantwortliches, selbständiges und proaktives Arbeiten
  • Gute Kenntnisse von Grafik- und Bildbearbeitungsprogrammen, Microsoft Office und Social Media Plattformen, insb. Instagram
  • Interesse an (von Vorteil: Kenntnisse) der Bildenden Kunst und Gartenbaukunst in Berlin und Brandenburg
  • Sehr gute Deutschkenntnisse
  • von Vorteil: Erfahrung in der Stiftungsarbeit; Kenntnisse der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, idealerweise im Kunst- und Kulturbetrieb

Aufgabenbereich

  • Aktive Unterstützung der drei Vorstandsmitglieder im operativen Tagesgeschäft
  • Administrative Tätigkeiten, wie Korrespondenz, Versand des Newsletters und Kontaktdatenpflege
  • Unterstützung bei der Vor- und Nachberatung von Gremiensitzungen
  • Antragsbearbeitung (Stipendienbewerbungen und Projekte)
  • Organisation von Stiftungsevents
  • Mitwirken an Social Media Arbeit
  • Betreuung der Webseite
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Stiftungsteam

Bewerbungen mit Lebenslauf und Motivationsschreiben (weitere Unterlagen werden vorerst nicht benötigt) bis 20. Juli 2022 an info@krull-stiftung.de.

NB: Im Betreff muss ”BEWERBUNG” in Großbuchstaben genannt sein. Andernfalls kann die Bewerbung leider nicht berücksichtigt werden.

Krull Stiftung präsentiert Stipendiaten 2022

3. Januar 2022

Drei Arbeitsstipendien an Berliner Kunstschaffende im Wert von 36 000 €.

Berlin, 3. Januar 2022 – Konrad Mühe, Stella Meris und Manaf Halbouni sind die drei Stipendiaten, welche die Hans und Charlotte Krull Stiftung 2022 mit einem monatlichen Arbeitsstipendium in Höhe von 1000€ fördert. „Der diesjährige Stipendiatenjahrgang steht auch symbolisch für eine Gesellschaft im Reset-Modus“, so Suzan Kizilirmak, Vorstand der Krull Stiftung und Mitglied der Auswahljury.

Der 1984 in Damaskus geborene Manaf Halbouni ist bekannt für seine aufsehenerregende Installation vor der Dresdner Frauenkirche (2017), die durch zwei hochkant aufgestellte Reisebusse unübersehbar auf den Krieg in Syrien hinwies. 2022 will Halbouni den Balkan auf den Spuren des Karl-May-Romanhelden Kara ben Nemsi bereisen und aus den Eindrücken eine Video-Installation erarbeiten. Die gebürtige Schweizerin Stella Meris hat bereits kurz nach ihrem Abschluss an der UdK 2019 mit ihrer ersten Einzelausstellung „Fake it till we make it“ bei Anahita Contemporary Furore gemacht. Die schrill-bunten Gemälde, Masken und Performances zeigten das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Kunst. Nun möchte sie sich vertiefend mit der Schnittstelle von Analogem zu Digitalem befassen und ihre Malerei in Augmented und Virtual Reality Räume bringen.

Konrad Mühe wurde 1982 im heutigen Chemnitz geboren und ist bekannt für seine Werke aus alten Bildschirmen und Projektoren, die er mit Regalen und anderen Metallkonstruktionen zu menschenähnlichen Skulpturen formt. Er setzt sich dabei mit Fragen der Identität in einer durchdigitalisierten und auf Selbstoptimierung getrimmten Gesellschaft auseinander. Im Förderzeitraum wird sich Mühe mit Emojis und GIFs sowie mit rostenden und geschliffenen Metallen beschäftigen.

Stiftungsvorstand Fabrizio Micalizzi hebt hervor: „Die Förderung junger Nachwuchstalente ist uns ein Herzensanliegen. Wir sind stolz darauf, dass wir die in Berlin einzigartigen Arbeitsstipendien in dieser Höhe vergeben können.“ Vom 03.07. bis 28.08.2022 werden Werke der Stipendiatenjahrgänge 2021 und 2022 unter dem Titel „Reset“ in der Kommunalen Galerie Berlin zu sehen sein. Für die Krull Stiftung habe ein sehr dynamisches Jahr begonnen, das voller neuer Initiativen sei, so eine Mitteilung der Stiftung abschließend.

DER VORSTAND Suzan Kizilirmak / Dr. Fabrizio Micalizzi / Jan Schmelzle Hohenzollerndamm 151 (Haus 3) · DE-14199 Berlin info@krull-stiftung.de Web | Instagram  Die Hans und Charlotte Krull Stiftung ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Aufsichtsbehörde: Senatsverwaltung für Justiz Berlin. USt-IdNr: DE315767015

„Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt“

23. Dezember 2021

Krull-Preis im Rahmen des AIV Schinkel-Wettbewerbs 2022: Preisgeld von 1.200€ für junge Nachwuchskünstler.

Berlin, 23. Dezember 2021 – Die Hans und Charlotte Krull Stiftung hat im Rahmen des renommierten Schinkel-Wettbewerbs 2022 den „Krull-Preis“ ausgelobt. Er ist Teil des Ideen- und Förderwettbewerbs des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin-Brandenburg (AIV), der zu den ältesten deutschen Nachwuchswettbewerben gehört. Durch den mit 1.200€ dotierten Preis soll eine herausragende Leistung in der Fachsparte „Freie Kunst“ ausgezeichnet werden. „Wir wollen damit ein wichtiges Zeichen für die Talentförderung an der Schnittstelle zwischen Architektur und bildender Kunst setzen“, so Suzan Kizilirmak, Vorstand der Krull Stiftung.

Der Wettbewerb findet unter dem Titel „Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt“ statt.  Der Bereich „Freie Kunst“ beschäftigt sich mit der Rüdersdorfer Gegenwart – einem hochproduktiven Zementwerk, einer Kalkgrube und einer verwunschenen vor sich hinträumenden Industrieruine. Das Augenmerk liegt auf dem Ort im Umbruch, seine natürlichen und industriellen Ressourcen aufzufinden, zu nutzen und weiterzuverarbeiten. Die Fragen liegen dabei auf der Hand: Wie sind die vorhandenen Ressourcen der Landschafts- und Industriekultur genutzt worden, wie sieht die Zukunft der Ruine und der Grube aus? Und vor allem wie ist dies mit den Mitteln der Kunst darstellbar?

Bewerben können sich Nachwuchstalente bis 35 Jahre aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung und der freien Kunst. Anmeldeschluss für den Wettbewerb ist der 17. Januar 2022. Die Werke müssen bis zum 14. Februar eingereicht sein.

Weiterführende Informationen:
Download PM des AIV zum Schinkel-Wettbewerb

Hintergrund zur Krull Stiftung

Die AusschreibungsunterlagenAIV-Schinkel-Wettbewerb 2022 – Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V. (aiv-berlin-brandenburg.de).

Die Anmeldung erfolgt wie immer über unseren Kooperationspartner „Wettbewerbe aktuell“: wa – Architektur Zeitschrift für Wettbewerbe, Ausschreibung und Ergebnis (wettbewerbe-aktuell.de).

Bildmaterial zur Wettbewerbsregion unter https://www.dropbox.com/sh/z4a2ujj8wxk7yd4/AADI5ydUurmjgErZTEJOgCuea?dl=0. Bitte beachten: Die Fotos sind von Gesche Gerber, Elisa Mado Lenius und Ernst Wolf Abée, zu erkennen jeweils an der Dateibezeichnung.

DER VORSTAND

Suzan Kizilirmak / Dr. Fabrizio Micalizzi / Jan Schmelzle
Hohenzollerndamm 151 (Haus 3) · DE-14199 Berlin
info@krull-stiftung.de

Nachruf Dr. Hellmut Strobel

8. August 2021

Die Berliner Hans und Charlotte Krull Stiftung trauert um ihren Geburtshelfer Dr. Hellmut Strobel

Am Residenzort Rastede, im Umfeld der Oldenburgischen Landschaft und über die Region hinaus muss man Dr. Hellmut Strobel als prägendes Gesicht des Kulturlebens gewiss nicht mehr vorstellen. Das Leben des promovierten Pharmazeuten und erfolgreichen Apothekers erinnert ein wenig an das Theodor Fontanes, dessen Werke er sämtlich mindestens je zwei Mal gelesen hat: Als wissenschaft­licher Typus und Schöngeist zugleich widmete er sich geschichtsbewusst mit Wort und Tat allen Gattungen der schönen Künste.

Dort  war er in vielen Bereichen bewandert, Neuland erarbeitete er sich mit Akribie, das Best­mögliche für die Förderung des Kulturlebens war ihm kaum gut genug, sei es als Kolumnist und Zeitungsgründer, sei es als Streiter für die Aufrechterhaltung der kulturellen Bindungen zur Partnergemeinde Rudolstadt mit der Heidecksburg, sei es als Gründungsvorsitzender des Kunst- und Kultukreises Rastede, dem er das vertraglich festgeschriebene Recht sicherte, das Prinzenpalais mit Veranstaltungen aller Art zu bespielen – nicht nur mit Kunst­ausstellungen, auch mit Musik und Theater auf einer Freilichtbühne. So wurde aus dem Palais ein für Kenner bundesweit gehandelter kultureller Veranstaltungsort mit einem höchst sachkundigen und gediegenen Veranstalter: Nach und nach war Dr. Strobel unter Veranstaltern bestens vernetzt und so wurden ihm auch unge­fragt herausragende Kulturereignisse angedient. Er war bereit. Nur nach Ehrungen – wie das Bundesver­dienstkreuz (2003) oder die Landschaftsmedaille, die er höher eingestuft haben dürfte (2004) –  stand ihm nicht der Sinn; er ließ sie schlicht und einfach über sich ergehen.

Da Dr. Hellmut Strobel schon immer Berlin als Stadt wie auch als Kulturort geliebt hatte, er bekanntermaßen auch noch unter einer Art Helfersyndrom litt, war er die ideale Besetzung, als es darum ging, die testamentarisch errichtete Hans und Charlotte Krull Stiftung mit den Zwecken der bildenden Künste und der Gartenbaukunst von drei ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern aus der Taufe heben zu lassen. Natürlich erarbeitete er sich gründlichst anhand des Nachlasses der Stifterin die Vita der namensgebenden Bühnenkünstler Hans Krull und Charlotte Krull, geb. Biewald. Maß­geblich  prägte er auch die Gestaltung der sehr schnell erfolgreichen Webseite. Die Mitwirkung Im Auswahlgremium für die Vergabe von Stipendien ließ er sich natürlich nicht entgehen; hier zeigte er große Kennerschaft, Sorgfalt, Diskussionsbereitschaft, und vor allem viel Verantwortungsbewusst­sein.

Als der Vogel Stiftung flügge war, nahm Dr. Strobel von seinem Vorstandsamt zu unser aller Bedau­ern wieder Abschied. Weiter in Rastede wohnhaft und verwurzelt stand er aus Zeitnot vor der Wahl, entweder die Tätigkeit für die Stiftung in Berlin oder aber die für die Kleider­kammer seines Vereins SV Werder Bremen aufzugeben. Er ent­schied sich für das Naheliegende, also zugunsten der ärmsten der Armen und blieb auch sonst im persönlichen Umfeld bis zuletzt ein nimmermüder Kümmerer. So war er eben. Bis zum 77. Lebensjahr. Nun ist er nicht mehr. Die trauernden Mitstreiter der Stiftung, von damals und heute, verneigen sich dankbar vor ihm und seinem Wirken.

Berlin, im August 2021

Hartmut Albers, Gründungsvorsitzender der Hans und Charlotte Krull Stiftung

Im Namen des amtierenden Vorstands Suzan Kizilirmak und Jan Schmelzle

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