Zentrales Thema im Werk der Installationskünstlerin Monika Goetz ist die Wahrnehmung des Menschen, die sie über minimale aber äußerst wirkmächtige Eingriffe in Räume oder Landschaften nachhaltig irritiert. Natürliches wie künstliches Licht sind in ihren präzisen Installationen wesentliche Bezugspunkte, sei es als Sonnenaufgang im Park, den sie gefilmt und am gleichen Ort bei Sonnenuntergang projiziert hat (Sunrise & Sunset, Kleiner Tiergarten Berlin, 2010), oder in Gestalt von Leuchtstoffröhren, mit denen sie Ausstellungsräume öffnet, verwandelt und bisweilen neu erfindet. So hat Goetz in einer Gründerzeitvilla ein neues Fenster installiert, das den Blick frei gibt auf einen unergründlichen, allein durch Teilreflexspiegel und Kunstlicht geschaffenen Raum (Inner and Outer View, Lettrétage, Berlin 2007). Häufig sind es Spiegel, über die die Künstlerin in ihren meist körperlich erfahrbaren Arbeiten den Standort des Betrachters und dessen Raumwahrnehmung in Frage stellt.

Während ihres Jahresstipendiums will sich Monika Goetz verstärkt mit dem Auflösen von Räumen und der Abwesenheit von Licht sowie den physischen wie psychischen Wirkungen ihrer Werke beschäftigen.

Monika Goetz wurde 1968 in Würzburg geboren und hat zwischen 1993 und 1998 an der Kunsthochschule Kassel bei Urs Lüthi studiert. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen (u.a. „An Exchange with Sol LeWitt“, Massachusetts Museum of Contemporary Art 2011; „Fractured Space“, Georg-Kolbe-Museum Berlin, 2011; „Realm of the Mind“, P.S.1/MoMA, NYC, (2002-04). Sie war Stipendiatin der Käthe-Dorsch-und-Agnes-Straub-Stiftung (2007), der Pollock-Krasner Foundation, New York (2007) und des DAAD (1998).

www.monikagoetz.net

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