Die Neugestaltung des Gutshofes Kleinmachnow hat einen historisch bedeutenden Ort im Alten Dorf zu einem vielseitig nutzbaren öffentlichen Raum weiterentwickelt. Nach rund zehnmonatiger Bauzeit wurde die Anlage im August 2024 eröffnet und verbindet heute auf besondere Weise Geschichte, Natur und zeitgenössische Gestaltung. Die Anfänge des Projekts reichen in das Jahr 2017 zurück, als die Hans und Charlotte Krull Stiftung bereits ein Vorhaben im Bereich der Gartenbaukunst in Kleinmachnow förderte. Auf dieser Basis entwickelte der Künstler und Landschaftsarchitekt Anselm Bohley ein Gestaltungskonzept für die Neuausrichtung des Gutshofareals.
Im Zentrum des Konzepts steht die Sichtbarmachung der historischen Strukturen des ehemaligen Gutshofes. So wurden die Grundrisse des früheren Herrenhauses im Gelände nachvollziehbar markiert und in die Gestaltung integriert. Ein barrierefreier Rundweg führt durch die Anlage und vermittelt an verschiedenen Stationen die Geschichte des Ortes. Ergänzt wird dies durch ein taktiles Modell des alten Dorfes, das insbesondere sehbehinderten Menschen einen Zugang zur historischen Entwicklung ermöglicht.
Darüber hinaus bietet die Anlage neue Aufenthaltsqualitäten: Eine Aussichtsplattform eröffnet den Blick in das umliegende Bäketal, während großzügige Freiflächen zum Verweilen einladen. Die Gestaltung verbindet naturnahe Elemente mit künstlerischen Akzenten und schafft so eine ruhige, zugleich anregende Atmosphäre.
Zugleich ist der Gutshof als Ort für kulturelle Nutzung angelegt. Vorbereitete Flächen ermöglichen die Präsentation von Skulpturen und künstlerischen Arbeiten im Freien sowie kleinere Veranstaltungen. Damit entsteht ein offener Raum, der sowohl der Erholung als auch der kulturellen Begegnung dient und die Verbindung zwischen Dorfkern und Landschaft stärkt.
Anselm Bohley
Website