Die Krull Stiftung unterstützte die Wiederherstellung des historischen Monogrammbeetes für Fürstin Lucie von Pückler-Muskau im Schlosspark Branitz. Anlass ist der 250. Geburtstag der „Grünen Fürstin“ im Jahr 2026, die die Garten- und Parklandschaften von Muskau und Branitz maßgeblich mitprägte und zu den bedeutenden Persönlichkeiten der europäischen Gartenkunst zählt.
Das ursprünglich 1846 angelegte Schmuckbeet befand sich auf der Westseite des Schlosses zwischen der großen Freitreppe und dem Schlosssee. Es zeigte die Initialen „PM“ des Fürstenpaares Pückler-Muskau mit dem Fürstenhut darüber und galt schon damals als außergewöhnliches Beispiel kunstvoller Gartenarchitektur. Besonders bemerkenswert war ein aufrechtstehendes „S“ – eine liebevolle Anspielung auf Lucies Kosenamen „Schnubi“.
Fürst Pückler schrieb an seine Frau:
„Liebe Schnubi, dein S prangt nun schon in Mitte einer sehr zierlichen Blumenstickerei, aufrechtstehend, vor dem Schlosse und nimmt sich allerliebst aus.“
Mit historischen Pflanzenarten, farbintensiven Blühflächen und einer originalgetreuen Gestaltung wurde das Beet im Frühjahr 2026 neu angelegt. Die Wiederherstellung verbindet Gartendenkmalpflege mit der Würdigung einer Frau, deren Beitrag zur Gartenkunst lange im Schatten ihres berühmten Ehemanns stand.