Antje Dorn befasst sich in ihren Gemälden, Objekten und Fotografien mit der Zeichenwelt modernen Lebens. In umfangreichen Serien hat sie sich der Ikonografie von Schokoriegeln und Fotoapparaten, Autos und Imbissbuden, Flaschen und Flüssigkeiten gewidmet. Mit einer bewusst ungelenken Darstellungsweise und dem subversiven Einsatz von Beschriftung zerlegt sie die Werbepräsentationen in ihre Bestandteile und entlarvt deren absurde Versprechen. In der Serie Motorgirls (2000/2001) konterkariert die Künstlerin das Marketing-Motiv, das neue Autos mit jungen Frauen kombiniert, mit großer Lust am Komischen, indem sie alternative Entwürfe von Weiblichkeit und Kraftfahrzeug variantenreich zur Anschauung bringt. In anderen Serien hat Antje Dorn phantastische Architekturkomplexe mit schwebenden Gebäudewürfeln, Pools und Plattformen entwickelt (Bauten, 2013/2014) sowie Landschaftsbilder als Kompositionen aus amorphen, monochromen Formen vorgelegt (Milkyway, 2011/2012). Im Förderzeitraum will die Künstlerin an ihrer Serie weiterarbeiten, in der sie sich mit Bewegungen und Begegnungen von Menschen im urbanen Alltag beschäftigt.

Antje Dorn hat zwischen 1984 und 1989 an der Folkwang-Hochschule Essen und von 1989 bis 1994 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf studiert. Ihre Arbeiten waren u.a. in der Berlinischen Galerie (2013/14), im Museum Folkwang (2011) und dem Kupferstichkabinett – Staatliche Museen zu Berlin (2005) zu sehen. Sie hat u.a. Stipendien der Stiftung Kunstfonds, Bonn (2004 und 1997), der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin (2001), und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, Bad Ems (1997) erhalten.
www.antjedorn.de

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