Ingar Krauss ist Mitte der 1990er Jahre als Autodidakt zur Fotografie gekommen. Bekannt geworden ist er mit eindringlichen Porträtaufnahmen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in seinen konzentrierten Kompositionen überaus präsent und zugleich entrückt erscheinen. So verweisen Fotografien von Erntehelfern in Brandenburg oder von Jugendlichen in Osteuropa auf soziale und kulturelle Zugehörigkeiten, auf persönliche Erfahrungen und individuelle Potenziale. Zugleich aber umgibt die Bilder immer auch eine melancholische Grundstimmung, die die Porträtierten aus ihren konkreten Zeitbezügen löst und universelle Fragen nach der Natur des Menschen aufwirft. Die Förderung der Krull Stiftung will Ingar Krauss nutzen, um Menschen in Berliner Gärten und Parks zu porträtieren.
Fotografien von Ingar Krauss waren national und international in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, z.B. im Goethe Institut Paris (2013), im International Center of Photography New York (2009) und bei C/O Berlin (2008). Stipendien haben ihm Arbeitsaufenthalte u.a. auf den Philippinen (2007), in Russland (2011) und Italien (2012) ermöglicht.

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