Paula Doepfner, geboren 1980 in Berlin, absolvierte ihr Studium an der Universität der Künste Berlin und schloss dieses als Meisterschülerin von Rebecca Horn ab. Doepfners medienübergreifendes Werk umfasst Schriftarbeiten auf Papier, Objekte aus Panzerglas, Installationen aus Glas, Eis und Sträuchern wie auch Sound-Performances. Ihre Zeichnungen, die auf miniaturhafter Schrift auf feinem Japanpapier basieren, gehen aus Skizzen hervor, die sie als Zuschauerin von Hirnoperationen und Obduktionen an der Charité Berlin gemacht hat. Die verwendeten Texte stammen zum einen aus medizinischen Dokumenten zu Menschenrechtsverletzungen, zum anderen nehmen sie ebenso philosophische und lyrische Spuren auf, etwa von Anne Carson, Paul Celan, Joyce Mansour und Robert Musil. Paula Doepfners Arbeiten verbinden unterschiedliche Perspektiven auf geistige Zustände, beziehen den Verlauf von Zeit ein und legen subkutane organische Strukturen offen. Stets bildet das menschliche Erleben den Ausgangspunkt ihrer Arbeiten, in denen sich Wissenschaft, Philosophie, Literatur und Kunst überlagern.
Paula Doepfner studierte von 2002 bis 2008 Freie Kunst an der Universität der Künste Berlin und am Chelsea College of Art and Design London. In London studierte sie bei Roger Ackling. Paula Doepfner erhielt Stipendien und Preise, darunter das EHF Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung (2021/22), das Arbeitsstipendium der Albert Koechlin Stiftung Luzern (2010), und das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin (2008). Sie hatte Einzelausstellungen im In- und Ausland, darunter in der Akademie Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin (2022), der Stiftung St. Matthäus, Berlin (2019), der Galleria Mario Iannelli, Rom (2022, 2021, 2018), dem Kunstverein Reutlingen (2016), und dem Goethe-Institut, Washington, DC (2015).
Ihre Arbeiten waren Teil von Gruppenausstellungen u.a. in folgenden Institutionen: Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité (2023), Museum Reinickendorf, Berlin (2022), Haus am Kleistpark (2021), Kunstsaele Berlin (2020, 2018), Kunstforum der TU Darmstadt (2017), Linden Centre for Contemporary Art, Melbourne (2013).
Arbeiten von Paula Doepfner finden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen wie dem Kupferstichkabinett Berlin, dem Kupferstich-Kabinett Dresden und dem Buch- und Schriftmuseum Leipzig.